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Was ist schon Glück

 Zum Sonntag

Erhard Graf, Pastor in der Kirchengemeinde Klein Wesenberg

und der Kirchengemeinde Hamberge


Ein glückliches neues Jahr zu wünschen ist ein alter Brauch. Was Glück dabei für den Einzelnen bedeutet, kann sehr unterschiedlich sein. Wir Alle kennen das,

Glück im Beruf, Glück in der Liebe oder Glück im Spiel. Doch würden Sie sagen:

„Gott nahe zu sein ist mein Glück.“

Mit Glück hat der Glaube an Gott nichts zutun, oder doch? Sicher man wünscht Gottes Segen, doch ist das dann Glück?

 

„Gott nahe zu sein ist mein Glück.“ Dieser Satz ist die Jahreslosung für 2014. Er steht im Psalm 73, am Anfang des Verses 28. In ihrer Familienlutherbibel steht: „Das ist meine Freude, das ich mich zu Gott halte.“  Zwei sehr unterschiedliche Übersetzungen für einen Text und die wörtliche Übersetzung aus der alten hebräischen Vorlage ergibt den Satz:

„Ich bin Gott nahe, das tut mir gut.“

 

Was ist schon Glück? Du hast Glück gehabt, weil Dein Schutzengel bei Dir war. Wir wünschen für unsere Kinder und Enkelkinder, das es so etwas wie einen Schutzengel geben möge. Doch ohne Gott geht das nicht, denn die Engel gehören in die Welt des Glaubens. Wer sich darauf einlassen kann, für den ist es sicher Glück, weil Gott nahe ist.

 

Diese Nähe Gottes lässt sich besonders an alten spirituellen Orten spüren. So wissen wir, dass es in vorchristlichen Zeiten in Nordstormarn Höhenheiligtümer gab, die noch heute Standorte von Kirchen sind. In Klein Wesenberg auf dem Kirchberg ist das in besonderer Weise zu spüren. Das es bis heute solche Kraftorte gibt, die uns einladen, auch das ist Glück. Dort bin ich Gott nahe und das tut mir gut.

aus: Stormarner Tageblatt vom 19. Januar 2014