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Die erste Kreuzrose ist wieder obenauf


Tim Pahl (vorn) und sein Kollege Robert Söffker, beide Steinmetzmeister und geprüfte Restauratoren empfangen die Kreuzrose auf dem Dach und befestigen sie dort mit frostfestem Spezialmörtel, damit sie auch die nächsten 130 Jahre hält (Foto K. Coenen)


 

Sanierung der Klein Wesenberger Kirche geht weiter

 

Klein Wesenberg (kco). Die Renovierungsarbeiten am Dach der Kirche in Klein Wesenberg kommen gut voran. Die erste Kreuzrose konnte aufgestellt werden.

 

1884 war sie vom Reinfelder Baumeister Voss für rund 40.000 Mark gebaut worden, die Kirche in Klein Wesenberg. Nun, fast 130 Jahre später stehen die ersten umfassenden Renovierungen an der Außenseite an, nachdem in den 1960-er Jahren schon einmal der Turm saniert worden war. Der Kirchenvorstand hatte sich entschlossen, mit der dringend notwendigen Dachsanierung zu beginnen. Aus verschiedenen "Töpfen kamen die dazu notwendigen 320.000 Euro. Aus den Europäischen Fördermitteln "Holsteins Herz" kamen 85.000 Euro. Etwa 20.000 Euro konnten als Spenden gesammelt werden. Der Rest wird aus Eigenmitteln, kirchlichen Geldern und einem Darlehen von der Landeskirche und einem Zuschuss der Denkmalspflege bestritten. Von diesen Mitteln wird das Dach komplett neu mit Schiefer eingedeckt, die Sandsteine, wie die Kreuzrosen, werden saniert und ein Blitzschutz installiert.

 

Dabei gestalteten sich die Arbeiten nicht immer ganz einfach, denn der vor der Kirche gelegene Friedhof, machte es unmöglich dort einen Kran aufzustellen oder Baumaterial zu lagern. So musste ein großer Kran mit langem Schwenkarm auf der Straße Am Kirchberg aufgestellt werden. Mit dem neuen Dach ist ein erster großer Schritt

zum Erhalt der Kirche auf dem Kirchberg oberhalb der Trave, geschafft.

 

Abgeschlossen sind die notwendigen Sanierungsarbeiten damit jedoch noch lange nicht. Als nächstes steht die Trockenlegung des Fundamentes an. Der Kirchberg besteht aus Lehm, was das Ableiten des anfallenden Regenwassers schwierig macht. Der sich ausbreitende Bewuchs an den Rändern erschwert es dem Wasser zusätzlich abzufließen, so dass die Wege um die Kirche bei Regen häufig unter Wasser stehen. Der Bewuchs soll hier eingedämmt und die Wege neu gepflastert werden. Einige Fenster

müssen noch saniert werden und die Kirche könnte einen Neuanstrich innen vertragen, so wie die. Orgel eine Überholung. Alles in allem sind also noch rund 240000 Euro notwendig. Wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind, wird rund eine Million Euro in die Sanierung der Kirche geflossen sein, doch bis dahin werden noch viele kleine Schritte getan. Wenn das Wetter mitspielt wird der nächste Schritt das Aufsetzen der zweiten Kreuzrose in etwa einer Woche sein. Die Klein Wesenberger sind unterdessen wieder fleißig dabei, Spenden für ihre Kirche zu sammeln, zum Beispiel mit einem tollen Benefizkonzert, wie der Markt berichtete. Schließlich soll ihre Kirche auch die nächsten 100 Jahre auf dem Kirchberg über der Trave stehen und sie zum Gottesdienst einladen.

aus: „Oldesloer Markt“ vom 10.11.2012

 


Mit dem Schwenkarm des großen Kranes wird die Kreuzrose auf das Dach gehoben, wo die Steinmetzmeister und geprüften Restauratoren Tim Pahl und Robert Söffker sie in Empfang nehmen und auf dem Sockel platzieren und befestigen (Foto K. Coenen)