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Freude und Kopfschmerzen

Vertreter von Politik, Kirche und Eltern freuten sich über die Fertigstellung des Umbaus im Kindergarten Sterntaler in Klein Wesenberg (Foto Wolfgang Stahnke)


Kitas in Hamberge und Klein Wesenberg erweitern ihr Angebot - Kosten zum Teil höher als erwartet

 

von Wolfgang Stahnke

 

HAMBERGE/KLEIN WESENBERG - Groß war die Freude in den Gesichtern von Kindern, Erwachsenen und Rednern zur Eröffnung der Kindertagesstätte Regenbogen in Hamberge. Pastor Erhard Graf und Propst Dr. Klaus Kasch beschrieben im Gottesdienst den Weg, bis aus dem ehemaligen Pastorat der Kirchengemeinde der Kindergarten Regenbogen geworden war und nun die Kindertagesstätte mit der Betreuung auch für zehn Kinder unter drei Jahren.

 

Bevor am Kindergarten das rote Band durch Bürgermeisterin Karin Dettke (Groß Wesenberg) und Bürgermeister Paul Friedrich Beeck (Hamberge) durchschnitten wurde, meinte dieser lächelnd: "Wir sind zwar mit den Kosten einiges über den geplanten Kostenrahmen gekommen – 30.000 Euro pro Platz (statt 20000 Euro) - was den Gemeindevertretern noch ganz schön Kopfschmerzen bereitet, aber ich freue mich sehr mit der Gemeindevertretung, dass die Gemeinde heute viel mehr Kinder aufweist, als noch vor wenigen Jahren prognostiziert worden ist. Wir wissen, dass in den Kindern unsere Zukunft liegt. Diese Zahlen zeigen, dass auch unser Dorf, die Schule und der Kindergarten Zukunft haben, was mich froh macht." Schmunzelnd fügte er hinzu: "Machen Sie weiter so!" und erntete Lachen.

 

Dann ging es in das neu ausgebaute Dachgeschoss, in dem nun eine Gruppe der "Großen" unterkommt mit einem Bewegungsraum und ins Erdgeschoss, in dem sich die Krippe und die zweite Elementargruppe befinden. Neu hinzu gekommen für die nun bald 53 Kinder ist außerdem ein Stück Außengelände.

 

In Klein Wesenberg, auf der anderen Traveseite, durfte der Kindergarten Sterntaler die Fertigstellung des Umbaus feiern. Bürgermeister Herbert David aus Klein Wesenberg, aus Barnitz, Hans-Joachim Schütt und Karin Dettke aus Groß Wesenberg waren dabei samt Eltern, Erzieherinnen, Kindern, Pastor und Propst. Auch hier ist nun die Betreuung von Krippenkindern möglich, aber auch eine Ganztagesbetreuung, weil die Öffnungszeiten bis 17 Uhr ausgeweitet werden. Eigentlich, so dachten die Vertreter von Kirche, Kindergarten und Gemeinde, eigentlich doch eine kleine Maßnahme. Aber weit gefehlt. Denn durch die Änderung der Betriebserlaubnis mussten alle Sicherheitsbestimmungen auf den neuesten, Stormarner Stand gebracht werden: Fluchttüren, mit Fenster, Klemmschutz, und Einiges mehr. Das Unverständnis über die dadurch entstehenden unverhältnismäßig hohen Kosten war deutlich aus allen Reden und Gesprächen zu vernehmen. Der einzige Trost: der gesteckte Kostenrahmen von 70.000 Euro konnte eingehalten werden, wofür der Bürgermeister der Architektin Heike Voßgrag unter anderem sehr dankte. "Darum wird auch für die Außenanlagen im Frühjahr noch etwas übrig bleiben", meinte die Leiterin, Susanne Kütbach. Besonders wohltuend wirkt sich nun für alle die neue Lärmschutzdecke aus und die neuen, freundlichen Farben und Dekos in allen Räumen. Die anderen Veränderungen sind kaum sichtbar, die für die Betriebserlaubnis notwendig wurden.

 

In zwei Vormittagsgruppen und einer Familiengruppe am Nachmittag wird nun 50 Kindern ein Platz geboten und selbst eine Ganztagsbetreuung zwischen 7.30 und 17 Uhr ist möglich. Gerade am Nachmittag wären noch einige Plätze frei, meinte Kindergartenleiterin Susanne Kütbach. Hier also anders als in Hamberge: keine Kopfschmerzen, wohl aber Kopfschütteln über die Kosten.

aus: „Evangelische Zeitung“ vom 09.12.2012