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Bau-Skelett für die kleine Kirche

 


In 30 Metern Höhe bauen die Handwerker das Gerüst auf. Die Klein Wesenberger Kirche wird komplett eingerüstet. (Foto Schlüter)


 

von Frauke Schlüter-Hürdler

 

Startschuss für aufwändige Sanierungsmaßnahmen / Um die 300 000 Euro werden in Klein Wesenberg investiert

 

Klein Wesenberg. In 30 Metern Höhe sind die Gerüstbauer der Finna Oldenburg aus Lübeck dabei. die Klein Wesenberger Backsteinkirche komplett einzurüsten. Startschuss für die aufwändigen Sanierungsarbeiten an dem über 100 Jahre alten Bauwerk. "Das hier ist ja nur eine kleine Kirche für uns. Wir haben schon den Dom in Lübeck eingerüstet". sagt ein Handwerker, während er leichtfüßig das Gerüst erklimmt Noch transportieren die Handwerker das Material mit der Hand aufs Dach. Doch es wird ein spezieller Drehkran erwartet, der von der Straße aus die Materialien nach oben hievt.

 

"Da die direkt an der Kirche liegenden Gräber noch aktiv sind, kann der Kran nicht bis an die Kirche fahren". sagt Pastor Erhard Graf, der sich freut, dass die Sanierung endlich beginnt. Es war ein mehr als zweijähriger harter Kampf für den engagierten Pastor und seine Gemeinde. Die Pläne standen, doch das Geld fehlte. Gemeindemitglieder gründeten einen Bauverein, um Gelder für die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten zu sammeln Stück für Stück wird jetzt das Dach mit speziellen Schindeln komplett eingedeckt, das lose, kaputt gefrorene Mauerwerk aufgemauert und die Schieferabdeckung erneuert. Dann wird ein Blitzschutz installiert, damit die Kirche nicht wie 1882 durch einen Blitzschlag zerstört werden kann. Der Turm wurde bereits in den 80er Jahren mit einer neuen Kupfereindeckung saniert. "Wir hoffen, dass Wir im November noch vor dem Wintereinbruch fertig sind", so der Pastor. Die Kirche kann während der Arbeiten weiter genutzt werden

 

Erhard Graf schätzt die Bausumme auf rund 300 000 Euro. 100 000 Euro muss die Kirchengemeinde aus eigenen Baurücklagen beisteuern, 85 000 werden als EU-Fördermittel fließen Der Rest wird durch Zuschüsse der Denkmalpflege und Landeskirche finanziert.

aus: „Stormarner Tageblatt“ vom 07.09.2012