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Auf einen Blick

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Format: 12 x 19 cm

Seitenanzahl: 428

ISBN: 978-3-7103-2175-7

Erscheinungsdatum: 18.02.2015

Verlag united p.c.

Preis: 23,20 €

 

 

Die erste Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts war eine unruhige Zeit für die Welt, für Deutschland, für die evangelische Kirche und für das schleswig-holsteinische Dorf Klein Wesenberg, südwestlich von Lübeck an der Trave gelegen mit seinen derzeit 744 Einwohnern und doppelt so vielen Mitgliedern der evangelischen Kirchen-gemeinde, zu welcher auch umliegende Dörfer und einzelne Gutshöfe gehören.

In dem vorliegenden Buch wird dargestellt, wie sich die evangelische Kirche vor und während des ersten Weltkrieges, in der Weimarer Republik, während der Nazi-Herrschaft vor und während des zweiten Weltkrieges und im Nachkriegsdeutschland verhalten hat, wo sie ein Stützpfeiler der jeweils Herrschenden war, wo sie hätte Stellung beziehen müssen, aber geschwiegen hat und wo sie oder einzelne Vertreter der Kirche persönlich schuldig geworden sind und wie sie damit nach dem Ende der Nazi-Herrschaft 1945 umgegangen ist. Dabei wird der Versuch gewagt, nicht nur die großen Linien der Politik und des kirchlichen Handelns nachzuzeichnen, sondern das Schicksal einzelner Menschen, gleich ob sie Handelnde waren oder Opfer ihrer jeweiligen Zeit wurden.

Wir dürfen die Vergangenheit nicht totschweigen! Nur wer die Vergangenheit kennt, kann daraus Lehren für die Zukunft ziehen. Dass wir heute in unserem Land in der Lage sind, unsere Konflikte gewaltfrei zu lösen, geht auf diese schmerzhaften Erfahrungen zurück und muss immer wieder aufs Neue bedacht werden, damit sich nicht wiederholt, was die Kirche und vor allem die Menschen hinter sich haben.

Mit Geleitworten von Erhard Graf, Pastor in Klein Wesenberg; Herbert David, Bürgermeister in Klein Wesenberg; Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche).

Das  Buch ist im Buchhandel sowie in zahlreichen Online-Shops erhältlich.

Mehr über den Autor und seine Veröffentlichungen: literatur-im-erzgebirge.de/autoren

Aus dem Inhalt:

Die evangelische Kirche in der Kaiserzeit 

Carl Gustav Ferdinand Petersen:

Pastor in Klein Wesenberg von 1902 – 1920

Die evangelische Kirche vor dem ersten Weltkrieg 1902 – 1913

Die evangelische Kirche im ersten Weltkrieg (1914 – 1918)

Ernst Wilhelm Ludwig Hellwig:

der letzte Pastor in Hamberge von 1919 - 1923

Deutschland auf dem Weg zur Republik

Nordschleswig wird 1920 dänisch

Was 1920 sonst noch  geschah

Wilhelm Waßner:

Pastor in Klein Wesenberg von 1920 - 1924

Die Jahre 1921 und 1922

Die große Inflation 1923/24

Das Jahr 1924

Jürgen Stoldt:

Pastor in Hamberge und Klein Wesenberg von 1925 - 1939

Die Jahre 1925 bis 1928

Die Weltwirtschaftskrise 1929/30

Die Jahre 1930 bis 1932

Die evangelische Kirche und die Machtergreifung 1933

1934: Festigung der Macht und Kirchenkampf

1935: Man richtet sich im Nationalsozialismus ein

1936: gemäßigtere Töne im olympischen Jahr

1937: Konflikte zwischen Staat und Kirche

1938: ein Höhepunkt des Antisemitismus

Das Jahr 1939 bis zum Kriegsausbruch

Die evangelische Kirche im zweiten Weltkrieg (1939 – 1945)

Gustav Böhmke:

Pastor in Hamberge und Klein Wesenberg von 1939 - 1951

1940: das erste Kriegsjahr

1941: Einschränkungen zugunsten der Kriegswirtschaft

1942: die ersten Zweifel

1943: der Krieg hinterlässt seine Spuren

1944: alles steuert auf einen Zusammenbruch zu

Das Jahr 1945 und das Ende des zweiten Weltkrieges

Die Flüchtlinge

1946: der Beginn des Wiederaufbaus

1947: das kirchliche Leben normalisiert sich wieder

Die Währungsreform und das Jahr 1948

Die Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der DDR (1949)

1950: aus dem Gemeindeleben in Klein Wesenberg

1951: Pastor Böhmkes Abschied aus Klein Wesenberg

 

 

Kirche ist nur dann lebendige Kirche welche den Menschen Orientierung gibt, wenn sie nicht in Traditionen erstarrt und sich nicht von politischen Strömungen beeinflussen lässt, sondern die gesellschaftlichen Entwicklungen kritisch begleitet und ihre Botschaft den Menschen unserer Zeit in zeitgemäßer Art und Weise nahe bringt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Menschen nicht nur in Großstädten und Ballungszentren leben, sondern auch in kleinen Landgemeinden. Und in diesen findet das kirchliche Gemeindeleben anders statt, als in Stadtgemeinden, wo sich oft mehrere Pfarrer und zusätzlich noch andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie z.B. Gemeindediakone für die Jugendarbeit oder die Altenarbeit, die Arbeit in der Gemeinde teilen können.