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30.08.2008: Liturgische Gesänge der Ostkirche


Der Moskauer Männerchor des Heiligen Wladimir singt zugunsten des gleichnamigen Kinderkrankenhauses - dieses Jahr auch in Klein Wesenberg - Foto: HFR

VON BRIGITTE JUDEX-WENZEL

 

KLEIN WESENBERG - Wunderbare Klänge füllen am 7. September die Klein Wesenberger Kirche. Der Moskauer Männerchor des Heiligen Wladimir gibt ein Konzert, welches um 19 Uhr beginnt.

Die Begeisterung der Kirchenvorstands-Vorsitzenden Brigitte von Papen kannte keine Grenzen: 2007 hatte sie die Moskauer Singer bei einem Auftritt im Kloster Nütschau erlebt. Sie war von der zu Herzen gehenden Musik und dem gewaltigen Stimmvolumen des ausgewogen mit Tenor-, Bariton- und Bassstimmen besetzten Chores so überwältigt, dass sie sofort den Wunsch hatte, diesen in ihre heimische Kirche zu holen.

Nur einmal im Jahr geht der orthodoxe Männerchor (seit 1993) auf Konzertreise. Durch Kontaktaufnahme mit der Deutsch-Russländischen Gesellschaft ist es Brigitte von Papen gelungen, den klanggewaltigen Chor zu einem Konzert einzuladen. Wenn die Botschafter der Ost-West-Annäherung am 7. September um 15 Uhr ihr fast schon traditionelles Konzert in der Nütschauer Klosterkirche gegeben haben, legen sie auch in Klein Wesenberg noch eine Station ein.

Besucher dürfen sich auf Gesänge der Liturgie der Ostkirche und auf Volkslieder freuen. Dirigent Nikolaj Jurjewitsch Boglewskij eingeschlossen, haben alle acht Sänger an Moskauer Hochschulen Gesang studiert. Sie singen seit vielen Jahren in Kirchenchören der russischen Hauptstadt.

Als Chor des Heiligen Wladimir treten sie zu Gunsten des gleichnamigen Moskauer Kinderkrankenhauses auf. Es wurde im 19. Jahrhundert von dem russlanddeutschen Unternehmer von Derwitz gestiftet. Spenden der Gastgeber und Zuhörer fließen in die medizinische Arbeit, aber sie dienen auch dem Erhalt des Chores und müssen zudem die Reisekosten der Männer decken.

„Der Chor ist zu einem wichtigen Botschafter zwischen Russland und Westeuropa sowie für die notwendige und mögliche ökumenische Annäherung zwischen der Ost- und Westkirche geworden“, betont die Deutsch-Russländische Gesellschaft.

Das Konzert in Klein Wesenberg beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, aber die Kirchengemeinde bittet um eine wohlwollende Spende.

aus: "Lübecker Nachrichten" vom 30.08.2008