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Eingestellt am: 29.11.2011

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28.06.2008: 1. Pilgerwanderung auf dem Jakobsweg


KircheAktiv lädt ein 

zu einer

eintägigen

Pilgerwanderung über 24 Kilometer

von Klein Wesenberg zum Kloster Nütschau

auf dem baltisch-westfälischen Teilstück des Jakobsweges (Via Baltica)

am Sonnabend, 28. Juni 2008

um 7.30 Uhr

ab Kirche Klein Wesenberg

bis ca. 19.00 Uhr

 

Die Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft befasst sich damit, auf welchen Wegen im frühen Mittelalter die Pilger zum Grab des Apostels Jakobus ins spanische Santiago de Compostela gegangen sind. Sie haben nicht nur herausgefunden, dass viele Wege sternförmig dorthin führen, sondern auch, auf welchen Wegen Menschen aus Nordeuropa nach Santiago de Compostela gepilgert sind. Einer dieser Wege, der Baltisch-Westfälische Jakobsweg (Via Baltica) führt vom Baltikum über Königsberg, Danzig, Rostock und Lübeck, teilweise auf dem Hanseatenweg nach Hamburg, entlang der Lühe nach Horneburg und Harsefeld, wo er sich mit dem Jütländischen Jakobsweg (Via Jutlandica) verbindet

 

Die Via Baltica führt direkt am Gemeindehaus Klein Wesenberg vorbei.  An dem Laternenmast unmittelbar vor dem Gemeindehaus in Klein Wesenberg weist ein kleines blaues Wanderzeichen mit stilisierter Muschel auf den Jakobsweg hin. Und da der Jakobsweg auf dieser Strecke dem Hanseatenweg folgt, finden wir auch das kleine schwarze Wanderzeichen mit Kogge und Schwanensegel am Fuße des Kirchberges, wo es den Pilgern den Weg in Richtung Groß Wesenberg weist.

Von Klein Wesenberg aus führt die Via Baltica über Groß Wesenberg, Stubbendorf, Reinfeld, Bad Oldesloe, Kloster Nütschau, Tralau, Grabau, Sülfeld, Kayhude, Hamburg-Poppenbüttel, Hamburg-Innenstadt, Wedel (Fähranleger Schulau) nach Horneburg / Bremen..

 

War für Martin Luther das Pilgern wirklich etwas Katholisches, nicht vereinbar mit dem reformatorischen Glauben; wenn es den damaligen Pilgern darum ging, Mühen auf sich zu nehmen, um damit Vergebung der Sünden zu erreichen? Lehnte er deshalb das Pilgern rundweg ab?

Pastor Erhard Graf schreibt dazu:

"Man muss die Ablehnung Luthers zum Pilgern etwas relativieren. Zu seiner Zeit wurde kaum noch auf dem Jakobsweg gepilgert, sondern fast nur zu den beliebten Wallfahrtsorten mit ihren berühmten Reliquien. Dazu gehörte die Allerheiligen-Kirche (später Schlosskirche) in Wittenberg mit der zu seiner Zeit größten Reliquien-Sammlung, die gegen Geld betrachtet werden konnte, um durch das Betrachten, Anbeten und Berühren die Erlösung zu bekommen. Gegen diese unbiblische Vermarktung der Erlösungssehnsucht wehrte sich Luther, wenn er dieses Pilgern als katholisch und unevangelisch ablehnt.“

 

Wir wollen uns am Sonnabend, 28 Juni 2008 einen Tag Zeit nehmen für meditative Gedanken und spirituelle Wahrnehmungen und eine Teilstrecke über 23,5 Kilometer von Klein Wesenberg über Reinfeld und Bad Oldesloe mit vielen Gleichgesinnten bis zum Kloster Nütschau pilgern.

 

KircheAktiv lädt alle Interessierten jeden Alters ein, mitzukommen.

 

als Zeitplan ist vorgesehen:

 

7.30 Uhr:          Morgenandacht in der

                         Klein Wesenberger Kirche

8.00 Uhr          Aufbruch zur Pilgerwanderung

                        6 km Pilgerwanderung bis Reinfeld

9.30-10.30            Meditation und Besuch in der Matthias-Claudius-Kirche in Reinfeld

6 km Pilgerwanderung bis Forst Kneeden

12.00-13.00  Mittagsrast im Forst Kneeden

6 km Pilgerwanderung bis Bad Oldesloe

14.30-15.30 Meditation und Besuch in der Peter-Paul-Kirche in Bad Oldesloe

6 km Pilgerwanderung bis zum Kloster Nütschau

17.00 Uhr       Ankunft im Kloster Nütschau

                        Ökumenische Abendandacht

                        gemeinsames Abendessen

18.30 Uhr      Rückfahrt mit einem Bus nach Hamberge, Klein Wesenberg, Zarpen und zum Bahnhof in Reinfeld

 

Anmeldungen bitte an

 

Kirchenbüro, Am Kirchberg 2, 23860 Klein Wesenberg, Tel.: 04533 / 1416

 

        oder per Email an:

Klaus-Rainer Martin, Alte Dorfstr. / Barkhorst 3, 23860 Klein Wesenberg

Email: klaus-rainer.martin@gmx.net

Anmeldungen bitte bis 20.06.2008

Nachmeldungen auf telefonische Anfrage möglich

 

Kosten:

gemeinsames Abendessen im Kloster Nütschau              7,50 €

Rückfahrt mit einem Bus                                                    6,00 €

außerdem erbitten wir für KircheAktiv eine Spende, deren Höhe Sie selbst bestimmen.


Wegen Bauarbeiten an und in der Matthias-Claudius-Kirche in Reinfeld kann diese zur Zeit nicht betreten werden. So mussten wir uns einen anderen Ort für die Meditation in Reinfeld suchen. Es ist der Platz am Gedenkstein für das ehemalige Kloster in Reynefelde in der Heimstättenstraße. Dort wollen wir uns ab 9.00 Uhr zur  einfinden.Die Meditation findet 9.30 - 10.00 Uhr statt. Danach wollen wir uns möglichst bald auf den Weg machen, um ggf. in Bad Oldesloe mehr Zeit zum Verweilen zu haben.

Auch für Ortsunkundige ist dieser ca. 500 m von der Matthias-Claudius-Kirche entfernt liegende Ort einfach zu finden: von der Kirche geht man hinunter zum Herrenteich, an der Straßeneinmündung links zum Karpfenplatz, dort hinter der Baustelle links in die Klosterstraße, dort nach ca. 50 m hinter der „Privilegierten Apotheke“ links in die Heimstättenstraße. Dort finden Sie nach ca. 80 m links unseren neuen Treffpunkt am Gedenkstein.

Und auf jeden Fall wird jemand ab ca. 8.45 Uhr an der Matthias-Claudius-Kirche stehen.


am Gedenkstein Kloster Reynefelde

Die Pilgerwanderung von Kirche-Aktiv am 28. Juni 2008 zum Kloster Nütschau wurde gut angenommen.

 

Nach der Pressemeldung in den Lübecker Nachrichten vom 11. Juni häuften sich die Anmeldungen per Telefon und Email im Kirchenbüro.  Insgesamt waren 52 Pilger und Pilgerinnen sowie drei vierbeinige Begleiter am Samstag mit dabei.  Die Pilgerwanderung begann am frühen Morgen in der Kirche zu Klein Wesenberg mit einer kurzen Einführung zum Pilgern anhand eines alten Pilgerstocks, Pilgersandalen und der Jakobsmuschel, die früher als Pilgerzeichen und zugleich als Ess- und Trinkgefäß diente. Nach einer Meditation über den 23. Psalm „Der Herr ist mein Hirte“, folgte die Gruppe den blaugelben Pilgerwegzeichen in Richtung Reinfeld. Alle die sich dafür schönes Sonnenwetter gewünscht hatten, wurden von heftigen Regenschauern überrascht. So stellte sich schnell das Gefühl ein, auf sich selbst gestellt zu sein. Vom Regen gezeichnet kam die Gruppe zum Gedenkstein für das ehemalige Kloster Reynefelde. Dort schlossen sich weitere Pilger an. Nach einer zweiten Meditation durch Pastorin Martina Ulrich ging es weiter entlang der blaugelben Pilgerwegzeichen in Richtung Kneedener Forst. Gegen Mittag war die Hälfte der Strecke erreicht. Entlang der Trave verlief dann der weitere Weg  nach Bad Oldesloe. In der Peter-und-Paul-Kirche beeindruckte alle Pilger und Pilgerinnen der Organist Henning Münther mit einer musikalischen Meditation an der neuen Orgel. Gemeinsam mit Orgel und Trompetenbegleitung durch Klaus-Rainer Martin wurden auch zwei Choräle gesungen. Nachdem bei schönstem Sonnenwetter durch das Moor die Gruppe nach 24 km das Kloster Nütschau erreichte, gab es im extra für diese Tour gestalteten Pilgerausweis den vierten und letzten Stempel. Nach ausführlicher Information über das Kloster durch Bruder Elias nahm die Pilgergruppe an der Abendvesper in der Klosterkirche teil. Das in der Klosterküche zubereitete Abendessen schmeckte Allen sehr gut. Gestärkt an Leib und Seele wurde die Pilgergruppe mit einem Bus zurück nach Klein Wesenberg gebracht.

Pastor Erhard Graf will auch zukünftig Interessierte mit dem alten Pilgerweg vertraut machen. Nachdem der teilweise recht verschlungene alte Weg in der Gruppe erlebt wurde, wollen Einige noch einmal allein zum Pilgern aufbrechen. Da diese begleitete Pilgerwanderung auf so großes Interesse stieß, wird es am 25. Oktober die nächste Pilgertour geben, die von Kirche-Aktiv organisiert und angeboten wird.

Erhard Graf

Kleine Bildergalerie


unterwegs

Führung im Kloster Nütschau

Meditation am Gedenkstein Kloster Reynefelde

vor der Peter-Paul-Kirche in Bad Oldesloe

der Organisator der Pilgerwanderung Klaus-Rainer Martin

Das Kloster Reynevelde im Modell

Die Pilgerhunde und die Gruppe

Der Pilgerhund Gustav

im Kloster Nütschau

Die Klosterkirche