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Projekt Lebensraum Kirchturm: NABU Reinfeld-Nordstormarn zeichnet die Kirche in Klein Wesenberg aus
Eingestellt am: 21.01.2013

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03.12.2010: Man kommt sich näher im Advent


Man kommt sich näher im Advent

Von Frauke Schlüter-Hürdler

"Die Idee, die Menschen in der Adventszeit zusammen zu bringen, hat mir sofort gefallen", sagt André Fennert. Deshalb beteiligt er sich wieder am lebenden Adventskalender. "Das Jahr über sehen sich viele aus dem Dorf nur wenig. Der Adventskalender ist eine tolle Gelegenheit, mit Nachbarn und Freunden gemütlich beisammen zu sein", sagt der Hamberger.

Und so öffnet seine Familie die Scheune des Erdbeerhofes am Sonnabend, 4. Dezember, für alle Dorfbewohner. Rund 80 Hamberger nahmen im letzen Jahr die Einladung wahr. "Da kamen locker so 60 bis 70 Liter Punsch zusammen", erinnert sich Fennert. Auch Dr. Herbert Merkel, Vorsitzender des Gemeinnützigen Vereins Hamberge (GVH), weiß von 40 Gästen an seinem Adventsabend zu berichten. Selbstverständlich laden auch der Bürgermeister und seine Familie sowie der Feuerwehrchef und der Regenbogen-Kindergarten zum Beisammensein ein. Täglich ab 18 Uhr können die Hamberger ganz ungezwungen miteinander plaudern, Adventslieder singen, Punsch trinken, Schmalzbrote und weihnachtliches Gebäck naschen, Gulasch- oder Erbsensuppe genießen oder Weihnachtsgeschichten lauschen. "Die Gestaltung bleibt jedem selbst überlassen", so Merkel. Besonders viel Zulauf hat die Freiwillige Feuerwehr, die immer am Nikolaustag zu Grillwurst und Umtrunk ins Gerätehaus einlädt.

Die Mitglieder des GVH riefen den Adventskalender vor acht Jahren ins Leben. "Die Idee brachte eine Frau von der Westküste mit", erinnert sich der Vorsitzende. Pastor Erhard Graf fand sie so gut, dass auch die Kirchengemeinde seit drei Jahren mit im Boot sitzt. Sie gestaltet den Start des Adventskalenders in der Hamberger Kirche - diesmal mit einem Konzert des Trenthorster Flötenensembles. "Gerade in der Adventszeit sind viele Menschen einsam. Der Adventskalender setzt ein Zeichen nicht nur gegen die Winterkälte", sagt Graf. Auch für Neubürger sei dies eine gute Gelegenheit, Kontakt zu den Dorfbewohnern herzustellen, ergänzt Merkel.

Bis einschließlich 23. Dezember lädt täglich eine Familie zu sich nach Hause ein. Ganz ungezwungen kann dort jeder Hamberger vorbeischauen. Der lebende Adventskalender endet mit dem Gottesdienst am Heiligen Abend um 18 Uhr.

aus: Stormarner Tageblatt vom 3. Dezember 2010