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Ökumenischer Gottesdienst am Pfingstmontag
Eingestellt am: 07.05.2013

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01.05.2010: Wort zum Sonntag


Ein großer Tag!

 

VON ERHARD GRAF, PASTOR IN KLEIN WESENBERG UND HAMBERGE

 

Ganz so cool werden sie am Sonntag nicht sein, die Jungs und die Mädchen, nicht ganz so kess. Es ist Konfirmation, in Klein Wesenberg und in vielen anderen Orten. Egal, ob in einer alten oder in einer modernen Kirche, die Gefühle dabei sind überall gleich. Die Vorfreude, dass ab heute alles anders ist. Der Stolz endlich fast erwachsen zu sein.

 

Es sind diese Gefühle, die das Ritual des Erwachsenenwerdens zu etwas Einmaligem machen. Die Eltern, Großeltern und Paten sitzen nicht selten zu Tränen gerührt in den Bankreihen und freuen sich. Unsere Tochter, unser Sohn ist nun kein Kind mehr. Alle freuen sich auf ihr Fest und auf ihre Geschenke. Die Familien haben sich meist lange darauf vorbereitet, damit niemand enttäuscht wird, denn es ist ein großer Tag.

 

Mit dem Ja zur Taufe wird in der Konfirmation seit alten Zeiten der Übergang von der Kindheit zum jungen Erwachsenen gefeiert. Und das Tolle für die Jungs und Mädchen, sie können jetzt selbst Paten werden. Zugleich feiern sie mit ihren Eltern und Paten das Abendmahl. Ein aufregender Moment. Sie essen gemeinsam vom Brot des Lebens und trinken gemeinsam von der Quelle des Heils. Das macht diesen Tag zu etwas ganz Besonderen.

 

In der Übersetzung bedeutet Konfirmation Bestärkung im Glauben. Konfirmiert steht den Jungs und Mädchen ein neuer Lebensabschnitt bevor. Diese kirchliche Deutung kommt nur schwer gegen die Glücksgefühle und Freudentränen an. Endlich ist unser Kind groß, seht alle her, das wollen wir heute feiern und dazu laden wir viele Gäste ein.

 

Schön, dass es diese Konfirmationen noch gibt. Doch manchmal frage ich mich, kann dieses Fest durch die Jugendweihe wirklich ersetzt werden, wenn immer weniger Familien einer kirchlichen Gemeinschaft angehören wollen?

 

aus: „Lübecker Nachrichten“ vom 1./2.05.2010